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Memnonkolosse​

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Memnon Kolosse

Die Memnonkolosse in Luxor – Monumentale Wächter von Theben

Unvermittelt ragen die Memnonkolosse aus dem Fruchtland auf: Die Memnonskolosse I II, die einst vor dem Pylon des riesigen Totentempels von Amenophis III. standen. Ursprünglich aus einem einzigen Block roten Quarzits gearbeitet, wirken die knapp 18 Meter hohen Figuren aufgrund von Rissen im Gestein und antiken Reparaturmaßnahmen seltsam grob.

Memnonkolosse
Memnonkolosse

 

Memnonkolosse Geschichte und Legende 

Doch bezaubert die in der ptolemäischen Zeit aufgekommene Legende um den nördlichen der Memnonkolosse: Sprachprobleme waren schuld, daß die ersten griechischen Besucher den Namen des Amenophis nicht richtig verstanden und zum ihnen vertrauteren Memnon umformten. Er war der Sohn der Eos, der rosenfingrigen Göttin der Morgenröte, der im Kampf um Troja gefallen war. Als nun die bei einem Erdbeben stark beschädigte Statue begann, des Morgens zu >singem, fiel den Griechen die Erklärung nicht schwer: Memnon brachte seiner Mutter, die ihn mit ihren Tränen aus Tau benetzte, ein Ständchen dar. Nur prosaische Gemüter wollen da noch darauf bestehen, daß es nur der Wind war, der, vom Sonnenlicht erwärmt, durch die Ritzen der Statue pfiff. Nachdem um 200 nach Christus der römische Kaiser Septimius Severus die Renovierung der Statue angeordnet hatte, verschlug es dem wundersamen Koloß die Sprache. Seit einigen Jahren sind deutsche Archäologen hier auf Spurensuche im scheinbar völlig abgeräumten Gelände – und haben tatsächlich Erstaunliches zutage gefördert: Zwei weitere Monumentalstatuen des Pharao lagen im Schwemmland verborgen, Bildnisse des Gottes Amun und eines Nilpferds sowie Überreste der Pylonfundamente und des Hofpflasters konnten bislang freigelegt werden.

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Memnon kolosse Wahrzeichen Thebens

Sie sind das Wahrzeichen des thebanischen Westufers — die beiden monumentalen Sitzfiguren auf einem Feldstück direkt an der Straße von Medinet Habu zum Nil. Beide Statuen stellen Amenophis III. auf dem Thron dar. Der Tempel des Amenophis, dessen Eingang sie schmückten, ist bis auf geringe Reste verschwunden. Memnonkolosse nennt man die Figuren seit der römischen Kaiserzeit, als man sie für Statuen des Memnon hielt. Memnon war der Sohn der Eos und des Tithonos, der  im Trojanischen Krieg von Achill getötet wurde. Die Skulpturen sind aus einem sehr harten, gelbbraunen Kieselsandstein gearbeitet, der sich in den Sandsteingebirgen oberhalb von Edfu  eingelagert findet.

Der südliche (linke) Koloss ist besser erhalten als der nördliche. Die insgesamt 19,5 m hohe Skulptur hatte ursprünglich wohl eine Größe von 21 m, wenn man die nicht mehr vorhandene Krone mit einbezieht. Am südlichen Koloss steht zur Linken des Königs seine Mutter Mutemwija, zur Rechten seine Gemahlin Teje; eine dritte Figur zwischen den Beinen ist zerstört. zur seite des Sitzes waren in vertieftem Relief je zwei Nilgötter angebracht, welche die Wappenpflanzen Oberund Unterägyptens (Lotos und Papyrus) um das Schriftzeichen »vereinigen« schlingen, als symbol für die Vereinigung der beiden Reiche.

Die klingende Memnonkolosse

Bei dem nördlichen Memnonkoloss handelt es sich höchstwahr-scheinlich um die einst berühmte »klingende Memnonsäule«, das Ziel vieler Reisender in der römischen Kaiserzeit. Man hatte nämlich an dem zerbrochenen Koloss beim Aufgang der Sonne einen eigentümlichen Klang beobachtet und glaubte, dass Memnon mit sanftem Klageton seine Mutter Eos begrüßte, deren Tränen dann auf das geliebte Kind herabfielen. Blieb er aus, so nahm man an, der Gott zürne. Seit Kaiser Septimius Severus, der möglicherweise zur Besänftigung des Gottes den oberen Teil der Statue wiederherstellen ließ, verschwand der Ton vollständig. Zahlreiche Inschriften in griechischer und  lateinischer Sprache in prosaischer und poetischer Form, ziehen sich um die Beine des nördlichen Kolosses. Sie bestätigen die Annahme, dass nur von dieser Statue der unerklärliche Klang ausging. Die älteste Inschrift stammt aus dem elften Regierungsjahr des römischen Kaisers Nero, die jüngsten wurden unter Septimius Severus und Caracalla, die meisten (27) unter Hadrian eingemeißelt. Der Kaiser selbst weilte 130 n. Chr. mit seiner Frau Sabina und großem Gefolge mehrere Tage vor der Statue, um ihren Klang zu vernehmen.

Deutsche Ausgrabung bei Memnon Kolosse

2002 entdeckten deutsche Archäologen im Schlamm einen bisher unbekannten Koloss, nicht kleiner als die beiden bekannten. Er diente offenbar als Torwächter.

Restaurierung von Memnonkolosse durch Firma Kärcher

Wussten Sie schon…?
dass die Kolosse 2002 durch die deutsche Firma Kärcher aufwändig gereinigt wurden? Mit einer Spezialpistole hat man jahrtausendealte Verschmutzungen aus Wüstenflugsand, Nilschlamm, Abgasen und Ruß entfernt.

 

About the author

Hurghada Ausflug ist eine Gruppe von staatlichen deutschsprachigen Reiseführern, die auf Ägypten Individuell Reisen spezialisiert sind.